CCPA

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CCPA

CCPA steht für California Consumer Privacy Act, ein Datenschutzgesetz des US-Bundesstaats Kalifornien, das den Menschen dort Rechte über ihre Daten gibt, ähnlich wie die DSGVO in Europa.

Für dich als deutscher Handwerksbetrieb in aller Regel nicht relevant: Das CCPA betrifft nur Unternehmen mit Bezug zu Kalifornien und einer gewissen Größe. Wenn deine Kunden aus deiner Region kommen, brauchst du dich damit nicht zu beschäftigen. Gut zu wissen, dass es das gibt, falls du mal mit US-Kunden oder großen Plattformen zu tun hast.

Karte der USA mit Vorhängeschloss, thematisch bezogen auf Datenschutzgesetz CCPA im Blogbeitrag.

Was ist der CCPA?

Der CCPA trat am 1. Januar 2020 in Kraft und stärkt die Datenschutzrechte der Verbraucher in Kalifornien, einem der größten Märkte weltweit. Er gilt für Unternehmen, die personenbezogene Daten von Verbrauchern in Kalifornien sammeln und verarbeiten, und bestimmte Umsatz- oder Datenverarbeitungsgrenzen überschreiten.

Der CCPA soll sicherstellen, dass Verbraucher erfahren:
Welche personenbezogenen Daten gesammelt werden.
Zu welchem Zweck diese Daten verarbeitet werden.
Welche Drittanbieter die Daten erhalten.
Welche Rechte sie im Zusammenhang mit ihren Daten haben.

Wer muss den CCPA beachten?

Der CCPA gilt für Unternehmen weltweit, wenn sie:
Jährlich einen Bruttoumsatz von über 25 Millionen US-Dollar erzielen, oder
Daten von mehr als 100.000 kalifornischen Verbrauchern sammeln oder verarbeiten, oder
50 % oder mehr ihres Jahresumsatzes durch den Verkauf personenbezogener Daten erzielen.

Damit betrifft der CCPA nicht nur große US-Firmen, sondern auch europäische Unternehmen und deutsche Onlineshops, die kalifornische Kunden bedienen.

Was sind personenbezogene Daten laut CCPA?

Der CCPA definiert personenbezogene Daten sehr weit und schließt Informationen ein, die einen Verbraucher oder ein Gerät direkt oder indirekt identifizieren können, darunter:

  • Name, Adresse, E-Mail, Telefonnummer
  • IP-Adresse
  • Geolokationsdaten
  • Internetaktivitäten (Browsing- und Suchhistorie)
  • Kauf- und Konsumverhalten
  • Biometrische Informationen

So nutzt du das im Betrieb

Konzentrier dich auf das, was für dich gilt: die DSGVO und das deutsche Recht. Das CCPA ist ein kalifornisches Gesetz und betrifft dich als lokalen Betrieb praktisch nicht. Erst wenn du gezielt Kunden in den USA ansprichst, wird so etwas überhaupt ein Thema.

Häufige Fragen

Muss ich mich als deutscher Betrieb um das CCPA kümmern?
In aller Regel nicht. Es gilt für Unternehmen mit Bezug zu Kalifornien und ab einer gewissen Größe. Für einen lokalen Handwerksbetrieb ist die DSGVO das Maß aller Dinge.

Was ist der Unterschied zur DSGVO?
Beide geben Menschen Rechte über ihre Daten, die DSGVO gilt in der EU, das CCPA in Kalifornien. Für dich zählt die DSGVO. Das CCPA ist nur bei US-Bezug relevant.

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Unterschied zwischen CCPA und DSGVO

Aspekt CCPA DSGVO
Geografischer Geltungsbereich Kalifornien EU
Rechtsgrundlage Opt-out Opt-in
Recht auf Löschung Ja Ja
Recht auf Auskunft Ja Ja
Bußgelder Bis zu 7.500 USD pro Verstoß Bis zu 20 Mio. EUR oder 4 % des Jahresumsatzes
Datenportabilität Ja Ja
Datenschutzbeauftragter Nicht verpflichtend In vielen Fällen verpflichtend

 

CCPA und Online-Marketing

 

Der CCPA hat erhebliche Auswirkungen auf Online-Marketing und Tracking, insbesondere:
✅ Transparenzpflichten beim Einsatz von Tools wie Google Analytics, Facebook Pixel oder anderen Trackern.
✅ Opt-out-Möglichkeiten bei der Weitergabe oder dem Verkauf von Daten an Drittanbieter.
✅ Anpassung der Datenschutzerklärung für kalifornische Nutzer.
✅ Consent Management Lösungen mit „Do Not Sell“-Opt-out Funktionen für kalifornische Besucher.

Tools wie Iubenda, TermsFeed oder PrivacyPolicies.com unterstützen bei der Erstellung CCPA-konformer Texte.

 

CCPA in Kombination mit CMP und Consent Management

 

Auch wenn der CCPA nicht wie die DSGVO ein explizites Opt-in fordert, können Consent Management Plattformen genutzt werden, um:
✅ das Opt-out im Tracking zu berücksichtigen,
✅ Consent- und Opt-out-Anfragen zu dokumentieren,
✅ Transparenz für Nutzer zu schaffen und Vertrauen aufzubauen.

CMPs wie Usercentrics, Cookiebot oder Complianz können so konfiguriert werden, dass sie auch CCPA-Anforderungen umsetzen.

 

Best Practices für Unternehmen

 

Prüfen, ob der CCPA auf das eigene Unternehmen zutrifft.
✅ Datenschutzerklärung anpassen, um CCPA-Anforderungen zu erfüllen.
✅ Opt-out-Funktionen („Do Not Sell“-Links) bereitstellen.
✅ Prozesse zur Bearbeitung von Anfragen einrichten.
✅ Interne Prozesse zur Dateninventarisierung aufsetzen.
✅ Mitarbeiterschulungen zu CCPA-Pflichten durchführen.
✅ Consent Management für kalifornische Besucher implementieren.
✅ Regelmäßig rechtliche Entwicklungen in Kalifornien und den USA beobachten.

KI-Hinweis: Dieser Beitrag wurde ganz oder teilweise mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft.

Fazit

Der CCPA ist ein wichtiges Datenschutzgesetz für alle Unternehmen, die kalifornische Kunden bedienen, unabhängig davon, ob sie in den USA oder international tätig sind. Er stärkt die Verbraucherrechte, erfordert Transparenz und gibt Nutzern die Kontrolle über ihre Daten zurück. Unternehmen, die Online-Marketing betreiben oder digitale Dienstleistungen anbieten, sollten ihre Datenschutzerklärung prüfen, Prozesse zur Datenlöschung und Auskunft bereitstellen und gegebenenfalls Opt-out-Möglichkeiten integrieren, um CCPA-konform zu agieren.