
Der Auftragsverarbeitungsvertrag, kurz AVV, ist der Vertrag, den Sie mit jedem Dienstleister schließen müssen, der in Ihrem Auftrag personenbezogene Daten verarbeitet, etwa Ihr Hoster, Ihr Newsletter-Tool, Ihr Analyse-Dienst. Er regelt, was der Dienstleister mit den Daten darf und wie er sie schützt.
Für Sie Pflicht nach DSGVO: Ohne AVV sind Sie im Zweifel angreifbar, obwohl der Dienstleister die Arbeit macht, denn verantwortlich bleiben Sie. Die meisten seriösen Anbieter stellen den Vertrag bereit, Sie müssen ihn nur abschließen.

Der AVV regelt die Rechte und Pflichten des Auftragsverarbeiters (z. B. Hosting-Dienstleister, Newsletter-Tools, Agenturen) und stellt sicher, dass die Verarbeitung personenbezogener Daten im Einklang mit der DSGVO erfolgt.
Typische Szenarien, die einen AVV erfordern:
✔ Rechtssicherheit: Die DSGVO schreibt einen AVV zwingend vor, wenn personenbezogene Daten im Auftrag verarbeitet werden.
✔ Schutz der Betroffenenrechte: Der AVV regelt, wie der Dienstleister mit Daten umgeht.
✔ Vermeidung von Bußgeldern: Verstöße gegen die Pflicht zur AVV können hohe Strafen nach sich ziehen.
✔ Transparenz: Klarheit über die Datenflüsse im Unternehmen und mit Dienstleistern.
✔ Rechtskonforme Zusammenarbeit mit Dienstleistern.
Ein vollständiger AVV sollte folgende Punkte enthalten:
✅ Gegenstand und Dauer der Verarbeitung
✅ Art und Zweck der Verarbeitung
✅ Art der personenbezogenen Daten und Kategorien betroffener Personen
✅ Rechte und Pflichten des Verantwortlichen
✅ Pflichten des Auftragsverarbeiters
✅ Vertraulichkeitsverpflichtung der Mitarbeiter des Auftragsverarbeiters
✅ Unterauftragsverhältnisse und deren Genehmigung
✅ Technische und organisatorische Maßnahmen (TOMs)
✅ Regelungen zur Unterstützung bei Betroffenenrechten
✅ Meldung von Datenschutzverletzungen
✅ Regelungen zur Löschung und Rückgabe von Daten
Gehen Sie einmal durch, welche Dienste Daten Ihrer Kunden für Sie verarbeiten, und schließen Sie mit jedem einen AVV ab. Bei den großen Anbietern ist das oft mit wenigen Klicks im Konto erledigt. Heben Sie die Verträge auf, damit Sie sie im Fall einer Prüfung parat haben. Im Zweifel fachlich prüfen lassen.
❌ Bußgelder bis zu 20 Mio. € oder 4 % des Jahresumsatzes.
❌ Abmahnungen durch Mitbewerber oder Verbraucherschutzverbände.
❌ Reputationsverlust durch Datenschutzverstöße.
Mit wem brauche ich einen AVV?
Mit jedem Dienstleister, der personenbezogene Daten Ihrer Kunden für Sie verarbeitet: Hosting, Newsletter, Formular- und Analyse-Dienste. Bei den großen Anbietern ist der Vertrag meist schnell abgeschlossen.
Was passiert ohne AVV?
Sie stehen rechtlich schlechter da, weil Sie als Verantwortlicher die Pflichten nicht abgesichert haben. Im Zweifel drohen Beanstandungen. Deshalb gehört der AVV zu jedem datenverarbeitenden Dienst dazu.
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Der Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) ist ein Pflichtbestandteil einer DSGVO-konformen Datenverarbeitung und schützt sowohl Nutzer als auch Unternehmen. Er schafft klare Regeln im Umgang mit personenbezogenen Daten, stellt die rechtliche Grundlage für die Zusammenarbeit mit Dienstleistern dar und schützt vor Bußgeldern und Abmahnungen.
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