Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV)

1 Min. Lesezeit

Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV)

Der Auftragsverarbeitungsvertrag, kurz AVV, ist der Vertrag, den du mit jedem Dienstleister schließen musst, der in deinem Auftrag personenbezogene Daten verarbeitet, etwa dein Hoster, dein Newsletter-Tool, dein Analyse-Dienst. Er regelt, was der Dienstleister mit den Daten darf und wie er sie schützt.

Für dich Pflicht nach DSGVO: Ohne AVV bist du im Zweifel angreifbar, obwohl der Dienstleister die Arbeit macht, denn verantwortlich bleibst du. Die meisten seriösen Anbieter stellen den Vertrag bereit, du musst ihn nur abschließen.

Lieferung von Paketen: Empfänger unterschreibt Empfangsbestätigung. Effiziente Logistik und Lieferdienste im Überblick.

Was ist ein Auftragsverarbeitungsvertrag?

Der AVV regelt die Rechte und Pflichten des Auftragsverarbeiters (z. B. Hosting-Dienstleister, Newsletter-Tools, Agenturen) und stellt sicher, dass die Verarbeitung personenbezogener Daten im Einklang mit der DSGVO erfolgt.

Typische Szenarien, die einen AVV erfordern:

  • Nutzung von Cloud-Diensten (z. B. Google Workspace, Microsoft 365)
  • Versand von Newslettern über Tools wie Mailchimp oder Brevo
  • Webhosting und Serverdienstleistungen
  • Nutzung von Tracking- und Analyse-Tools

Warum ist ein AVV wichtig?

Rechtssicherheit: Die DSGVO schreibt einen AVV zwingend vor, wenn personenbezogene Daten im Auftrag verarbeitet werden.
Schutz der Betroffenenrechte: Der AVV regelt, wie der Dienstleister mit Daten umgeht.
Vermeidung von Bußgeldern: Verstöße gegen die Pflicht zur AVV können hohe Strafen nach sich ziehen.
Transparenz: Klarheit über die Datenflüsse im Unternehmen und mit Dienstleistern.
Rechtskonforme Zusammenarbeit mit Dienstleistern.

Inhalte eines Auftragsverarbeitungsvertrages

Ein vollständiger AVV sollte folgende Punkte enthalten:
Gegenstand und Dauer der Verarbeitung
Art und Zweck der Verarbeitung
Art der personenbezogenen Daten und Kategorien betroffener Personen
Rechte und Pflichten des Verantwortlichen
Pflichten des Auftragsverarbeiters
Vertraulichkeitsverpflichtung der Mitarbeiter des Auftragsverarbeiters
Unterauftragsverhältnisse und deren Genehmigung
Technische und organisatorische Maßnahmen (TOMs)
Regelungen zur Unterstützung bei Betroffenenrechten
Meldung von Datenschutzverletzungen
Regelungen zur Löschung und Rückgabe von Daten

So nutzt du das im Betrieb

Geh einmal durch, welche Dienste Daten deiner Kunden für dich verarbeiten, und schließ mit jedem einen AVV ab. Bei den großen Anbietern ist das oft mit wenigen Klicks im Konto erledigt. Heb die Verträge auf, damit du sie im Fall einer Prüfung parat hast. Im Zweifel fachlich prüfen lassen.

Häufige Fragen

Mit wem brauche ich einen AVV?
Mit jedem Dienstleister, der personenbezogene Daten deiner Kunden für dich verarbeitet: Hosting, Newsletter, Formular- und Analyse-Dienste. Bei den großen Anbietern ist der Vertrag meist schnell abgeschlossen.

Was passiert ohne AVV?
Du stehst rechtlich schlechter da, weil du als Verantwortlicher die Pflichten nicht abgesichert hast. Im Zweifel drohen Beanstandungen. Deshalb gehört der AVV zu jedem datenverarbeitenden Dienst dazu.

Mehr dazu: WordPress-Websites von Signo Media

Folgen fehlender AVVs

Bußgelder bis zu 20 Mio. € oder 4 % des Jahresumsatzes.
Abmahnungen durch Mitbewerber oder Verbraucherschutzverbände.
Reputationsverlust durch Datenschutzverstöße.

KI-Hinweis: Dieser Beitrag wurde ganz oder teilweise mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft.

Fazit

Der Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) ist ein Pflichtbestandteil einer DSGVO-konformen Datenverarbeitung und schützt sowohl Nutzer als auch Unternehmen. Er schafft klare Regeln im Umgang mit personenbezogenen Daten, stellt die rechtliche Grundlage für die Zusammenarbeit mit Dienstleistern dar und schützt vor Bußgeldern und Abmahnungen.