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title: "Third-Party-Cookies: Tracking über Websites hinweg verstehen"
description: "Third-Party-Cookies erklärt: Erfahren Sie, wie Drittanbieter-Cookies funktionieren, welche Risiken bestehen und wie Sie DSGVO-konform..."
url: https://signo-media.de/wissensdatenbank/third-party-cookies/
date: 2024-12-24
author: "Jan Rolfsmeyer"
site: "Signo Media – digitale Werbeagentur"
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# Third-Party-Cookies: Tracking über Websites hinweg verstehen

> Third-Party-Cookies erklärt: Erfahren Sie, wie Drittanbieter-Cookies funktionieren, welche Risiken bestehen und wie Sie DSGVO-konform...

Third-Party-Cookies, also Cookies von Drittanbietern, sind kleine Dateien, die nicht Ihre Website selbst setzt, sondern fremde Dienste auf Ihrer Seite, etwa für Werbung oder seitenübergreifendes Tracking. Sie folgen dem Nutzer quasi von Seite zu Seite. Warum das Thema wichtig ist: Datenschutz und Browser machen diesen Cookies zunehmend den Garaus, sie werden nach und nach abgeschaltet. Wer sein Marketing bisher darauf gestützt hat, muss umdenken. Und wer sie auf seiner Seite nutzt, braucht sauberes Einverständnis.

## Wie funktionieren Third-Party-Cookies?

1. Einbindung von Drittanbieter-Diensten:  - Eine Website bindet Inhalte oder Skripte von Drittanbietern ein, z. B. Anzeigen, Social-Media-Buttons oder Tracking-Pixel.
2. Setzen des Cookies:  - Der Drittanbieter setzt ein Cookie im Browser der Nutzer:innen. Dieses Cookie enthält oft eine eindeutige ID, mit der die Nutzer:innen auf verschiedenen Websites wiedererkannt werden können.
3. Datensammlung über mehrere Websites hinweg:  - Wenn der Nutzer weitere Websites besucht, die ebenfalls Inhalte dieses Drittanbieters eingebunden haben, können dessen Cookies ausgelesen und aktualisiert werden. Dadurch wird ein umfassendes Profil des Nutzers erstellt.
4. Verwendung der Daten:  - Diese Daten werden für verschiedene Zwecke genutzt, z. B. personalisierte Werbung, Analyse des Nutzerverhaltens oder Weitergabe an andere Werbenetzwerke.

## Beispiele für Third-Party-Cookies

- Werbenetzwerke:  - Google Ads, Facebook Pixel oder DoubleClick setzen Third-Party-Cookies, um Nutzerverhalten zu analysieren und gezielte Werbung auszuspielen.
- Analyse-Tools:  - Dienste wie Google Analytics verwenden Third-Party-Cookies, um Informationen über Website-Besuche und -Nutzer:innen zu sammeln.
- Social-Media-Plugins:  - Social-Media-Dienste wie Facebook, Twitter oder Instagram setzen Cookies, um das Verhalten der Nutzer:innen zu verfolgen, wenn diese z. B. auf „Gefällt mir“- oder „Teilen“-Buttons klicken.

## Unterschiede zwischen First-Party-Cookies und Third-Party-Cookies

Eigenschaft First-Party-Cookies Third-Party-Cookies     Ersteller Von der besuchten Website selbst gesetzt Von einer anderen Domain gesetzt   Zweck Funktionale Zwecke, z. B. Warenkorb, Login Tracking, Werbung, Nutzerprofilerstellung   Sichtbarkeit Nur auf der besuchten Website nutzbar Über mehrere Websites hinweg nutzbar   Datenschutzbedenken Relativ gering Hoch, da sie oft für umfangreiches Tracking genutzt werden

## So nutzen Sie das im Betrieb

Schauen Sie nach, welche fremden Dienste auf Ihrer Seite Cookies setzen, und holen Sie dafür über den Cookie-Banner ein sauberes Einverständnis ein. Verlassen Sie sich fürs Marketing nicht allein auf Third-Party-Cookies, die Zeit läuft ihnen davon. Eigene Kundendaten sind wertvoller.

## Zukunft der Third-Party-Cookies

1. Abschaffung durch Browser:  - Browser wie Safari (Apple) und Firefox (Mozilla) blockieren standardmäßig Third-Party-Cookies. - Google Chrome plant, Third-Party-Cookies bis Ende 2024 schrittweise abzuschaffen.
2. Alternative Tracking-Methoden:  - FLoC (Federated Learning of Cohorts): Google hat Alternativen wie FLoC vorgeschlagen, das Nutzer:innen in anonymisierte Gruppen einteilt. Dieses Konzept wurde jedoch ebenfalls stark kritisiert. - Server-Side-Tracking: Daten werden direkt auf dem Server gespeichert, ohne Cookies im Browser zu setzen. - Fingerprinting: Geräteinformationen wie Bildschirmauflösung, Browsertyp oder installierte Schriftarten werden genutzt, um Nutzer:innen zu identifizieren.
3. Mehr Datenschutzkontrollen:  - Nutzer:innen haben zunehmend Tools und Optionen, um ihre Privatsphäre zu schützen (z. B. AdBlocker, Privacy-Browser).

#### Alternativen für Websites

1. First-Party-Daten:  - Websites setzen verstärkt auf die direkte Erhebung und Verarbeitung von Daten, ohne Drittanbieter einzubinden.
2. Consent Management:  - DSGVO-konforme Cookie-Banner ermöglichen Nutzern, nur die unbedingt erforderlichen Cookies zu akzeptieren.
3. Kontextbezogene Werbung:  - Anstatt Nutzer:innen zu verfolgen, wird Werbung auf der Grundlage des Website-Inhalts geschaltet.
4. Datensparsamkeit:  - Minimierung der Datenerhebung und Fokus auf datenschutzfreundliche Technologien.

## Häufige Fragen

**Muss ich als Handwerksbetrieb überhaupt was tun?** Wenn Ihre Seite Tracking oder Werbedienste einbindet, ja: Einverständnis über den Banner und ein Hinweis in der Datenschutzerklärung. Im Zweifel gehört das einmal fachlich geprüft. **Was kommt statt Third-Party-Cookies?** Der Trend geht zu eigenen Daten: Newsletter-Adressen, Anfragen, Ihr Google-Profil. Also Kontakte, die Ihnen direkt gehören, statt fremdem Tracking hinterherzulaufen. Mehr dazu: [WordPress-Websites von Signo Media](https://signo-media.de/wordpress-websites/)

## Fazit

Third-Party-Cookies waren lange ein zentraler Bestandteil des Online-Marketings und der Nutzeranalyse, stehen jedoch zunehmend unter Druck durch Datenschutzgesetze und technologische Entwicklungen. Die Zukunft des Trackings liegt in alternativen Methoden, die datenschutzfreundlicher und transparenter sind. Unternehmen müssen sich anpassen, indem sie auf First-Party-Daten und kontextbezogene Ansätze setzen, um sowohl rechtliche Anforderungen zu erfüllen als auch das Vertrauen der Nutzer:innen zu gewinnen.
